Das „Körperschema“ (body image)

ist in der Neurowissenschaft seit längerem ein bekannter Begriff. Die Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ hat nun einen ausführlichen Artikel zu diesem Phänomen veröffentlicht. Besonders folgender Satz am Ende ist für das Phänomen der Transsexualität von Bedeutung:

Bei Kindern, bei denen Körperglieder von Geburt an fehlen, z.B. nach einer Thalidomid-Embryopathie, kann trotzdem die Vorstellung eines Gesamtkörperschemas entstehen, was auf das Vorhandensein einer genetischen Grundlage (Gen) hinweist.

V.S. Ramachandran hat 2008 zum Thema body image und Transsexualität eine Studie bei transsexuellen Menschen veröffentlicht.
Das angeborene Körperschema ist auch ein Grund dafür, das manche transsexuellen Menschen Phantombrustwahrnehmnungen, Phantompeniswahrnehmungen oder Phantomvaginawahrnehmungen haben und diese durch geschlechtsangleichende Maßnahmen aufhören.

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