morgen kommt ein Film zum Thema Transsexualität

in der ARD (24.04.15, 20.15 Uhr) – „Mein Sohn Helen“. Eine ausführliche Besprechung gibt es bei queer.de hier.
Mal sehen, was der Film an Debatten auslöst.

Update 25.4.

Die Sueddeutsche Zeitung brachte eine Rezension hier.
Freeyourgender schrieb einige lesenswerte Gedanken hier.

Meine Meinung:
Der Film greift die Problematik von Eltern gut auf, die miterleben, wie ihr Kind sich outet – leider gibt es immer noch viele transsexuelle Menschen, die nach einem Coming out einen totalen Bruch mit ihren Eltern erleben. Im Blick auf diese Gruppe mag der Film hilfreich sein. Vielleicht entsteht dadurch neu ein Kontakt zwischen Eltern und Kindern?
Wenig überzeugend war die Beratungslehrerin dargestellt, die ja laut Drehbuch schon lange eingeweiht war. Dass bei einem geplanten Coming out im Blick auf die Schule keine ausführlichen Vorgespräche mit einer Beratungslehrerin laufen, wie man es „der Klasse sagt“ bzw. wie man sich im Blick auf den Sportunterricht verhalten sollte, passt nicht zu deren Funktion.
Auch die Szene mit dem Jugendamt war meiner Meinung nach untypisch für eine transsexuelle Frau. Es wäre sicherlich weniger belastend, einen Diebstahl bzw. Vandalismus zuzugestehen und sich „mit dem Vater“ darauf zu einigen, den Schaden zu regulieren – als sich zu zwingen, „als Mann zu leben“, obwohl man Frau ist. Aber das versteht vermutlich nur jemand, der sich mit der Thematik des Hirngeschlechts näher auseinandersetzt und damit anerkennt, dass transsexuelle Frauen ein weibliches Hirngeschlecht haben und eben deshalb Frauen sind.
Unlogisch war auch, wie die Helens Benutzung der Pubertätsblocker (CPA) erwähnt wurden und das Verhalten von Finn/Helen dargestellt wurden. Wer CPA nimmt, hat normalerweise keine Libido mehr…

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3 Antworten zu morgen kommt ein Film zum Thema Transsexualität

  1. Katharina Kraemer schreibt:

    Soweit ich den Einspielern gefolgt bin, werden die Emotionen mancher Betroffener hochkochen. Weil eben „wieder nicht korrekt bezeichnet wird“. Eigentlich schade. „ein Sohn, der lieber eine Tochter wäre“ … DA sehe ich schon jetzt die Kommentare. Leider können nicht einmal Betroffene sich „klar“ ausdrücken. Aber eine Hoffnung habe ich: dieser Film wird zum Nachdenken/Reden anregen.

  2. Marie schreibt:

    Ich habe den Film gerade im ARD gesehen, und bin in Tränen ausgebrochen. Ich finde es schrecklich ansehen zu müssen, wie Menschen von der Gesellschaft unterdrückt werden, nur weil sie nicht der Norm entsprechen. Es kann doch nicht sein, dass jemand leiden muss, der einfach nur er bzw. sie selbst sein möchte. Schließlich ist ein Mensch ein Mensch, egal wie er auch sei. Meiner Meinung nach läuft in einer Gesellschaft, in der homosexualität

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