Wenn Chelsea Mannings

Coming Out als transsexuelle Frau in der Tagesschau erwähnt wird, finde ich das durchaus eine Nachricht, die dort ihre Berechtigung hat. Immerhin ist ihre mediale Präsenz mindestens genauso groß wie die von manchen Schriftstellern, deren Tod auch eine Meldung in der  Tagesschau wert ist. Dass manche Kommentatoren zur Nachricht vermuten, es handele sich um einen geschickten Schachzug der Verteidigung, kann ich nicht sehen. Schließlich versuchte Chelsea ja schon 2010 anscheinend durch ein Outing beim Vorgesetzten den Weg der Angleichung anzufangen. Die Zeit berichtete über diese Versuche Chelsea Mannings (obwohl ich es nicht verstehe, wieso andauernd die falsche Anrede mit „er“ erfolgt – wenigstens in den Kommentaren, die lesenswerter sind als die bei der Tagesschau Meldung wird auf viele Aspekte gut hingewiesen).
Bleibt zu hoffen, dass sie nun unter den schwierigen äußeren Rahmenbedingungen trotzdem eine Möglichkeit bekommt, ihre Angleichung durchzuführen und dass ihr die nötigen medizinische Leistungen nicht dauerhaft verweigert werden. Wer – wie Chelsea – unerenhaft aus dem Militär entlassen wird, hat es in den USA schwer…

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