ein guter TV-Beitrag

in dem auch transsexuelle Männer bei ihrer Angleichung porträtiert werden (und Dr. Liedl als Chirurg) ist hier zu finden. Unter anderem wird auch über die Probleme des Coming out in der Jugend berichtet, die vielen Termine, die man als transsexueller Mensch wahrnehmen muss, die Erfahrungen mit Eltern usw. berichtet. Auch die Kuriositäten, die man derzeit bei einer Vornamens- und Personenstandsänderung vorlegen muss (z.B. transsexueller Lebenslauf) oder die Frage, wie man eine Flugreise machen kann, wenn der Pass noch den alten Vornamen enthält, werden thematisiert. Sehr schön war auch der Beitrag von Dr. Seikowski (ab 16:03): “Die meisten Psychologen und Psychiater können überhaupt nicht mit dem Thema umgehen, weil sie natürlich auf psychische Erkrankungen getrimmt sind. Und Transsexualität ist keine psychische Erkrankung. Wir sagen dazu: Eine Variante der Natur – aber eine psychische Erkrankung ist es nicht.”
Es wäre schön, wenn Medienvertreter sich an diesem Beitrag orientieren würden, wenn es um die Frage geht, wie man über transsexuelle Menschen berichtet: Keine Deuterein aus dem OFF, sondern möglichst viele O-Töne…

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Transsexualität bei Kindern

ist ein Phänomen, das oft noch nicht so wahrgenommen wird – aber da das Geschlecht im Gehirn verankert und angeboren ist (vgl. Dr. Haupt: “Sie sind ihr Gehirn…” und “3 Jahre Altdorfer Empfehlungen“), wundert es nicht, wenn immer wieder auch Berichte über transsexuelle Mädchen zu finden sind, wie dieser hier. Ich hoffe, dass Anne Scheschonk genügend Unterstützer für ihren Film “Mädchenseele” (über transsexuelle Kinder) findet. Deshalb weise ich gerne auf dieses Crowdfunding-Projekt (visionbakery) hin.

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wer am 22. Juni im Bodenseeraum unterwegs ist,

der hat vielleicht Zeit und Lust zu einem Vortrag/Workshop mit mir an der Universität Konstanz. Deshalb:

Herzliche Einladung zum Workshop / Vortrag “Im Herzen bleibt alles gleich” am

Mo. 22. Juni 2015, 17-20 Uhr an der Universität Konstanz

Der Titel geht zurück auf den gleichnamigen Film, den das BR Fernsehen im Jahr 2014 zum Thema “Transsexualität” im Rahmen der ARD Themenwoche Toleranz erstellt hat und den man hier finden kann.
Neben einem biografischem Teil werde ich auch auf rechtliche und medizinische Fragestellungen eingehen, die ich in meinem Internetblog in verschiedenen Artikeln auch erwähnt habe. Die Veranstaltung ist so konzipiert, dass genügend Zeit für Fragen und Diskussion bleibt.

Wir bitten um Anmeldung zur besseren Planung bei Frau Kornher in Konstanz (s. Handzettel bzw. Plakat hier!)

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Die Stuttgarter Erklärung

ist eine Willenserklärung, die hoffentlich in der Politik eine positive Resonanz findet. Ich bitte meine Leserinnen und Leser, sie durchzulesen und zu prüfen, ob man mitmachen will… (hier kann man unterschreiben). Ich hoffe, dass die Politik und die IMAG (interministerielle Arbeitsgruppe im Familienministerium, die sich derzeit mit dem Thema Intersexualität/Transsexualität beschäftigt) endlich das Gutachtenwesen abschafft und auf die Stuttgarter Erklärung und meine Petition reagiert und man nicht für einen neuen Personalausweis als transsexueller Mensch über 1600 Euro zahlen muss….

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Die Kritik am Gutachterwesen und der Hinweis auf das Gehirn

sowie der gesamte Beitrag über eine Mutter eines transsexuellen Kindes, den die TAZ am 22.5.2015 brachte, gefällt mir sehr. Daher möchte ich den Artikel hier  im Blog dauerhaft verlinken. Wir haben in einer facebook-Gruppe die sich mit Medien und ihren Beiträgen zu TS/TG/TI/IS beschäftigt lange über diesen Artikel diskutiert. Bis auf ein kleines medizinsches Detail ist die Mehrheit der Gruppe, in der viele Menschen selber TS/TI/TG sind der Meinung, dass wir diesen Artikel “prämieren” sollten bzw. in die Reihe der “absolut lesenswerten” Artikel aufnehmen sollten. Ich möchte diese Form der “Prämierung” durch einen Blogeintrag vornehmen. Vielleicht gibt es ja einmal einen Medienpreis für die beste und fundierteste Berichterstattung in Medien zum Thema TS/TI/TG/IS? Dieser Artikel gehört m.E. dann in die engere Auswahl für einen Preis.

Schön, dass schon die Überschrift passt und die Neuroforschung in der Redaktion nicht wieder in die üblichen Schlagzeilen “verwandelt” wurde, sondern man die Ergebnisse der Hirnforschung wahrnehmen kann. In meinem Blog hier findet man dazu ja andernorts mehr… Sehr gelungen finde ich (und mit mir vermutlich die über 1500 Menschen, die meine Petition im Blick auf die Gutachtenpflicht gezeichnet haben), dass die Gutachtenpflicht deutlich kritisiert wird.

Auf der TAZ facebook-Seite findet man auch viele Feedbacks zum Artikel.

DANKE liebe TAZ-Redaktion und DANKE JOSEF WIRNSHOFER!!

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Homosexualität wird in manchen christlichen

Gruppen leider immer noch verurteilt, obwohl immer mehr Konfessionen ihre Haltung zum Thema überdenken. Der “Letter to Louise”, den man hier in deutscher Sprache herunterladen kann, ist ein Beispiel für dieses Nachdenken bei den Baptisten. Dieser “Brief an Louise” wird mit freundlicher Genehmigung von “God made me gay” veröffentlicht.

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Ein Urteil, das Kosmetikstudios freuen dürfte

hat eine transsexuelle Frau gegen ihre Krankenkasse erreicht. Es ist hier verlinkt. Sie bekam vom Sozialgericht Mannheim zugesprochen, dass die Krankenkasse ihr die Kosten für die Nadelepilation erstattet. Die Berufung der Krankenkasse auf den “Arztvorbehalt” (das nämlich nur ein Hautarzt eine Epilation durchführen dürfe) wurde vom Gericht verworfen.

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manchmal hat Abwarten

auch seine Vorteile: Jula machte sich viel Mühe und übersetzte selber einen Beschluss des Europarats gegen Diskriminierung von Transgendern. Genauer gesagt geht es um eine Abstimmung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (Parliamentary Assembly of the Council of Europe (PACE)).

Man kann ihn nun gut in deutscher Sprache nachlesen. Herzlichen Dank, Jula!

Danke auch für Deinen Kommentar zu bestimmten Übersetzungsproblemen!

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morgen kommt ein Film zum Thema Transsexualität

in der ARD (24.04.15, 20.15 Uhr) – “Mein Sohn Helen”. Eine ausführliche Besprechung gibt es bei queer.de hier.
Mal sehen, was der Film an Debatten auslöst.

Update 25.4.

Die Sueddeutsche Zeitung brachte eine Rezension hier.
Freeyourgender schrieb einige lesenswerte Gedanken hier.

Meine Meinung:
Der Film greift die Problematik von Eltern gut auf, die miterleben, wie ihr Kind sich outet – leider gibt es immer noch viele transsexuelle Menschen, die nach einem Coming out einen totalen Bruch mit ihren Eltern erleben. Im Blick auf diese Gruppe mag der Film hilfreich sein. Vielleicht entsteht dadurch neu ein Kontakt zwischen Eltern und Kindern?
Wenig überzeugend war die Beratungslehrerin dargestellt, die ja laut Drehbuch schon lange eingeweiht war. Dass bei einem geplanten Coming out im Blick auf die Schule keine ausführlichen Vorgespräche mit einer Beratungslehrerin laufen, wie man es “der Klasse sagt” bzw. wie man sich im Blick auf den Sportunterricht verhalten sollte, passt nicht zu deren Funktion.
Auch die Szene mit dem Jugendamt war meiner Meinung nach untypisch für eine transsexuelle Frau. Es wäre sicherlich weniger belastend, einen Diebstahl bzw. Vandalismus zuzugestehen und sich “mit dem Vater” darauf zu einigen, den Schaden zu regulieren – als sich zu zwingen, “als Mann zu leben”, obwohl man Frau ist. Aber das versteht vermutlich nur jemand, der sich mit der Thematik des Hirngeschlechts näher auseinandersetzt und damit anerkennt, dass transsexuelle Frauen ein weibliches Hirngeschlecht haben und eben deshalb Frauen sind.
Unlogisch war auch, wie die Helens Benutzung der Pubertätsblocker (CPA) erwähnt wurden und das Verhalten von Finn/Helen dargestellt wurden. Wer CPA nimmt, hat normalerweise keine Libido mehr…

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auf den Film “Du sollst nicht schwul sein”

den ARTE am Dienstag, 12. Mai (2015) um 21:10 Uhr zeigt, bin ich mal gespannt. Besonders interessiert mich, ob auch die wissenschaftliche Sicht des Themas gezeigt wird – oder ob es vor allem um eine Darstellung derer geht, die unter fundamentalistischen Positionen zu leiden haben…
Nach dem Filmbeitrag von Panorama gab es einige facebook-Kommentare (hier und hier) vom EKD Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm sowie einige Beiträge auf evangelisch.de (im Blick auf den Ratsvorsitzenden sowie weiteren Artikeln, die oft auch ausführlich kommentiert wurden.).

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