Homosexualität wird in manchen christlichen

Gruppen leider immer noch verurteilt, obwohl immer mehr Konfessionen ihre Haltung zum Thema überdenken. Der “Letter to Louise”, den man hier in deutscher Sprache herunterladen kann, ist ein Beispiel für dieses Nachdenken bei den Baptisten. Dieser “Brief an Louise” wird mit freundlicher Genehmigung von “God made me gay” veröffentlicht.

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Ein Urteil, das Kosmetikstudios freuen dürfte

hat eine transsexuelle Frau gegen ihre Krankenkasse erreicht. Es ist hier verlinkt. Sie bekam vom Sozialgericht Mannheim zugesprochen, dass die Krankenkasse ihr die Kosten für die Nadelepilation erstattet. Die Berufung der Krankenkasse auf den “Arztvorbehalt” (das nämlich nur ein Hautarzt eine Epilation durchführen dürfe) wurde vom Gericht verworfen.

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manchmal hat Abwarten

auch seine Vorteile: Jula machte sich viel Mühe und übersetzte selber einen Beschluss des Europarats gegen Diskriminierung von Transgendern. Genauer gesagt geht es um eine Abstimmung der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (Parliamentary Assembly of the Council of Europe (PACE)).

Man kann ihn nun gut in deutscher Sprache nachlesen. Herzlichen Dank, Jula!

Danke auch für Deinen Kommentar zu bestimmten Übersetzungsproblemen!

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morgen kommt ein Film zum Thema Transsexualität

in der ARD (24.04.15, 20.15 Uhr) – “Mein Sohn Helen”. Eine ausführliche Besprechung gibt es bei queer.de hier.
Mal sehen, was der Film an Debatten auslöst.

Update 25.4.

Die Sueddeutsche Zeitung brachte eine Rezension hier.
Freeyourgender schrieb einige lesenswerte Gedanken hier.

Meine Meinung:
Der Film greift die Problematik von Eltern gut auf, die miterleben, wie ihr Kind sich outet – leider gibt es immer noch viele transsexuelle Menschen, die nach einem Coming out einen totalen Bruch mit ihren Eltern erleben. Im Blick auf diese Gruppe mag der Film hilfreich sein. Vielleicht entsteht dadurch neu ein Kontakt zwischen Eltern und Kindern?
Wenig überzeugend war die Beratungslehrerin dargestellt, die ja laut Drehbuch schon lange eingeweiht war. Dass bei einem geplanten Coming out im Blick auf die Schule keine ausführlichen Vorgespräche mit einer Beratungslehrerin laufen, wie man es “der Klasse sagt” bzw. wie man sich im Blick auf den Sportunterricht verhalten sollte, passt nicht zu deren Funktion.
Auch die Szene mit dem Jugendamt war meiner Meinung nach untypisch für eine transsexuelle Frau. Es wäre sicherlich weniger belastend, einen Diebstahl bzw. Vandalismus zuzugestehen und sich “mit dem Vater” darauf zu einigen, den Schaden zu regulieren – als sich zu zwingen, “als Mann zu leben”, obwohl man Frau ist. Aber das versteht vermutlich nur jemand, der sich mit der Thematik des Hirngeschlechts näher auseinandersetzt und damit anerkennt, dass transsexuelle Frauen ein weibliches Hirngeschlecht haben und eben deshalb Frauen sind.
Unlogisch war auch, wie die Helens Benutzung der Pubertätsblocker (CPA) erwähnt wurden und das Verhalten von Finn/Helen dargestellt wurden. Wer CPA nimmt, hat normalerweise keine Libido mehr…

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auf den Film “Du sollst nicht schwul sein”

den ARTE am Dienstag, 12. Mai (2015) um 21:10 Uhr zeigt, bin ich mal gespannt. Besonders interessiert mich, ob auch die wissenschaftliche Sicht des Themas gezeigt wird – oder ob es vor allem um eine Darstellung derer geht, die unter fundamentalistischen Positionen zu leiden haben…
Nach dem Filmbeitrag von Panorama gab es einige facebook-Kommentare (hier und hier) vom EKD Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm sowie einige Beiträge auf evangelisch.de (im Blick auf den Ratsvorsitzenden sowie weiteren Artikeln, die oft auch ausführlich kommentiert wurden.).

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Der Kirchenvorstand der evang. Kirchengemeinde Bad Nenndorf

hat ein klares Wort im Blick auf  homosexuelle Menschen geäußert, das ich hier gerne verlinke. Den entsprechenden Beitrag der Sendung Panorama kann man in der Mediathek hier ansehen. Vielleicht gibt es dann weniger Kirchenaustritte wie diesen, von dem der Stern berichtet hatte? Vielleicht ist sogar im Gegenteil eine Orientierung am Vorbild Jesu und seines Umgangs mit Menschen, die von anderen verachtet werden (vgl. z.B. das Gleichnis vom barmherzigen Samariter) hilfreich, um andere einzuladen?
Es wäre schön, wenn viele Kirchenvorstände in Bayern sich dafür aussprechen, dass homosexuelle und transsexuelle Menschen nicht nur sich “geduldet” bzw. “toleriert” fühlen, sondern akzeptiert und willkommen sind. Homosexuelle / transsexuelle Pfarrerinnen und Pfarer haben es derzeit einfacher bei einer Stellenbewerbung, wenn sie geschieden sind, als wenn sie verpartnert oder verheiratet sind – das liegt am §42a der Pfarrstellenbesetzungsordnung, der m.E. mit seinen Folgen neu in den Blick genommen werden sollte.

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eine kritische Sicht der Psychiatrie

in Deutschland (und darüber hinaus) und der viel zu wenig diskutierten mangelhaften medizinischen Evidenz mancher ihrer Dogmen findet man im “Lexikon der Psychiatriekritik” und der dazu gehörenden Website. Dr. Hans Ulrich Gresch, der dieses Lexikon publiziert hat, ist selber Diplompsychologe, d.h. jemand, der qua Beruf qualifiziert ist zu dem Thema “Psychologie / Psychiatrie” kompetent Stellung zu nehmen kann.
Im Blick auf Transsexualität erinnert mich seine Aufforderung, den “Psychiater zu testen” an Dr. Haupts “Idee: den Spiess umzudrehen und zu beginnen, „TherapeutInnen“ ob ihrer transphoben Tendenzen zu begutachten“.
Auch die Betonung der Notwendigkeit evidenzbasierter Medizin auf der Website von Dr. Gresch und die damit verbundene wissenschaftliche Kritik an bisherigen psychiatrischen Sichtweisen, finde ich sehr wichtig.
Sehr schön wäre es, wenn der Blog von Dr. Gresch noch eine Suchfunktion hätte – ansonsten finde ich ihn sehr hilfreich im Blick auf emanzipatorische Anliegen gegenüber überflüssiger Gutachterei etc….

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Eine Antwort auf die Petition

kam gestern per Brief vom Bundesinnenministerium. Wer den Brief lesen will, findet in hier in Anlage. Nun bin ich gespannt, ob und wie die im Brief erwähnte interministerielle Arbeitsgruppe reagieren wird.

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Der europäische Gerichtshof für Menschenrechte

stärkte in einem Grundsatzurteil am 10.3.2015 die Rechte transsexueller Menschen in Europa. Einen ersten Hintergrundbericht dazu in deutscher Sprache kann man bei queer lesen – eine Information des Gerichts in englischer Sprache (.pdf) findet man hier (english information about “access to gender reassignment for a transsexual” from the EUROPEAN COURT OF HUMAN RIGHTS)

In der TAZ findet man inzwischen auch eine ausführliche Hintergrundinformation zum Thema mit einem Kommentar von Richard Köhler (TGEU) sowie einem Exkurs zur Lage in Deutschland.

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wir gratulieren Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn

zur Verleihung des Herbert-Haag Preises 2015! Vielen ist die Ethik-Professorin vielleicht noch nicht bekannt. 2001 und 2004 wurde ihr die kirchliche Lehrerlaubnis (kath. Kirche) verweigert. “Das Thema ihrer Habilitationsarbeit lässt erahnen warum: «Körper, Religion, Sexualität»” (so SRF). Schön, dass sie im Bereich Ethik nun freie Bahn hat. Einen Audiobeitrag über den Herbert-Haag-Preis und seine Verleihung an die Professorin findet man bei Radio SRF hier. Einen Hintergrundbericht kann man hier nachlesen.

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