Wellness für Geist und Seele

Eine kirchliche Wochenendfreizeit in der Rhön vom 12.-14.7.2013 – hier der fertige Flyer zum Download (.pdf für Adobe Acrobat Reader): Seminarflyer_Fertig

FAQ zur Freizeit:
1.) wird hier missioniert?
Wenn man unter “missionieren” versteht, dass man zu etwas gezwungen oder überredet wird, was man nicht will – dann sicherlich nicht: Wer als Atheist kommt, kann auch getrost als Atheist abreisen. Gleiches gilt für Katholiken, Protestanten, Juden oder Muslime: Niemand muss seine Überzeugungen aufgeben.

2.) Kann man hier neue Leute kennenlernen und evtl. aus der Einsamkeit herausfinden?
JA. Die Freizeit ist weder beschränkt auf Cis-Menschen noch auf Trans-Menschen, weder auf Christen oder Nicht-Christen oder irgendeine bestimmte Gruppe. Wir wollen als Erwachsene aber miteinander mit Hilfe des Modells Bibel-Teilen ins Gespräch kommen. Dieses Modell bzw. diese Methode die Bibel zu lesen hilft dazu, dass auch schüchterne Menschen oder welche, die sich mit der Bibel nicht auskennen oder Vorbehalte gegenüber der Bibel haben, miteiander in ein Gespräch auf Augenhöhe kommen können. Dadurch werden Begegnungsmöglichkeiten geschaffen und ein Kennenlernen fremder Menschen möglich.
Als Gesprächsleiterinnen werden wir uns dafür einsetzen, dass die Regeln dieser Methode eingehalten werden und dass niemand einen anderen verbal bedrängt.

3.) und wenn ich kritische Fragen habe…?

Man könnte mal 4 Gruppen im Blick auf die Bibel aufmachen:

1. Für manche ist die Bibel sowieso ein reines Märchenbuch mit gar keiner Bedeutung für die Gegenwart.
2. Andere sehen vielleicht manche biblischen Texte zumindest teilweise als relevant für eine Gesellschaft an, auch wenn sie andere Aussagen der Bibel ablehnen.
3. Dann gibt es die, die gerne mal die Bibel lesen, aber durchaus nicht alles wörtlich verstehen wollen/können
4. Schließlich gibt es Menschen, für die es schwierig ist, wenn man einen Bibeltext hinterfragt, weil sie der Meinung sind, dass man die Bibel als “wörtlich von Gott inspiriert” ansehen muss.
Gruppe 1 kann gerne mitfahren, wird aber sicherlich vor allem das Freizeiterlebnis (Wanderungen) schätzen, weil vermutlich aus dieser Gruppe kaum Menschen kommen und diese Gruppe sicherlich nicht die Mehrheit bildet (denn man kann sein Geld auch für andere Formen von Freizeit ausgeben).

Gruppe 2-3 wird sicherlich spannende Gespräche erleben. Kritische Fragen sind natürlich willkommen, sofern die Methode des Bibel-Teilens akzeptiert wird – andernfalls kann man ja auch wandern gehen und nimmt nicht an der Gruppe teil.
Gruppe 4 wird voraussichtlich auch nicht mitfahren, da gewisse Bibeltexte aus deren Sicht die Glaubwürdigkeit einer transgeschlechtlichen Pfarrerin in Frage stellen und grundlegende Ängste vor Transgeschlechtlichkeit bestehen, die eine Anmeldung verhindern…

4.) ist das eine kommerzielle Veranstaltung?

Das ist keine kommerzielle Veranstaltung. Die Kosten sind die, die das Gästehaus Hohe Rhön uns in Rechnung stellt bzw. dienen zur Deckung unserer Unkosten. Wir haben dabei keine Gewinnerzielungsabsicht.

Weitere Informationen gibt es auf Anfrage per Mail über das Kontaktformular der privaten Internetseite von Familie Zwölfer.
Es gibt bereits erste Anmeldungen, aber noch sind Plätze frei.

Vielleicht lernen wir uns persönlich kennen?

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das BR Fernsehen

hat einen Beitrag über unseren Abschied in der evang. Kirchengemeinde Neufahrn gebracht. Mehr dazu hier

Danke, Herr Mölkner-Kappl!

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Internetforen

für transgeschlechtliche Menschen gibt es viele. Ich persönlich kenne folgende:

  • Transgender World Forum (auch wenn der Begriff Transgender bei vielen transgeschlechtlichen Menschen abgelehnt wird) – es gibt hier viele kompetente transgeschlechtliche Frauen und auch für Eltern von Kindern Hinweise…
  • DGTI Forum und Internetseite der DGTI (deutsche Gesellschaft für Transsexualität und Intersexualität)
  • Crossdresser-Forum – hier sind transgeschlechtliche Menschen zwar in der Minderheit, aber dafür gibt es einen guten Chat, eine nette Moderation und viele Möglichkeiten,  sich auszutauschen auch für die, die sich fragen, ob sie Crossdresser oder TS sind…
  • Realo-Forum Es gibt hier einigen Experten in Sachen Hormonwerte. Ich empfehle dieses Forum, auch wenn die Position der Realo-Fraktion innerhalb der transgeschlechtlichen Szenen umstritten ist und “Transgender” innerhalb des Forums ein Reizwort ist und ein Wortverdreher manchmal die Mitglieder nervt. Andererseits gibt es fundierte fachliche Diskussionen und auch etliche ältere TS, die auch lange nach einer GaOP noch dort aktiv sind.
  • TransLife Forum – von Jared Voelker, einem engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiter…
  • für Anregungen zu dieser Linksammlung bin ich dankbar. Kontakt/Feedback über das Kontaktformular hier.
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umkehren

ist ein gutes biblisches Prinzip, wenn man merkt, dass man falsch lag oder liegt und wenn man an Menschen oder Gott schuldig wurde. Die Gleichsetzung von Pädophilen und Transsexuellen in der “Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle”, von der die Tagesschau und andere Medien berichteten ist für transgeschlechtliche Menschen bis heute ein Problem – denn warum sonst braucht man in unserer Zeit 2 psychiatrische Gutachten nur um seinen Vornamen zu ändern? Anscheinend glaubten damals manche (und heute auch noch?), dass transsexuelle Menschen ähnliche Probleme haben wie Pädophile – doch das ist natürlich eine völlig unzulässige Gleichsetzung, gegen die sich transgeschlechtliche Menschen seit langem wehren.
Das argentinische Gesetz zur Gleichstellung wäre wirklich eine dringend notwendige Gesetzesreform um das TSG (Transsexuellengesetz) und die damit verbundene Diskriminierung transgeschlechtlicher Menschen gegenüber intersexuellen Menschen (die ohne Gutachten ihren Vornamen ändern können), abzuschaffen und gleichzeitig medizinische Leistungen sicherzustellen, die transgeschlechtliche Menschen dringend brauchen.

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fortschrittliche Krankenkassen

neue Krankenkassenkarte

neue Krankenkassenkarte

wie die Barmer GEK können eine Vornamensänderung unbürokratisch erledigen, wenn man sich als transgeschlechtliche Frau geoutet hat. Heute kam die neue Gesundheitskarte!

DANKE!

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ob das argentinische Gesetz

zur Gleichstellung transgeschlechtlicher (transsexueller) Menschen vielleicht bei der Bundestagswahl diejenigen Wählerinnen und Wähler mobilisiert, die einer Partei noch als Zünglein an der Waage fehlen? Immerhin sind nach Schätzungen ca. 200.000 Menschen in Deutschland transgeschlechtlich. Für sie alle wäre die Ersetzung des Transsexuellengesetzes (TSG) durch das argentinische Gesetz – wie es das EU Parlament von seinen Mitgliedsstaaten fordert (Link: EU Text unter Ziffer 98 bzw. im Text nach “argentinisch” suchen), ein großer Schritt nach vorne, denn

  • eine Vornamensänderung / Personenstandsänderung wird erleichtert – auch für die, die sonst keine medinizische Hilfe beanspruchen wollen.
  • die Leistungspflicht der Krankenkassen für transgeschlechtliche Menschen wird festgeschrieben (und damit der Leidensdruck weiterhin als behandlungsbedürftig anerkannt).
  • Transsexualität wird nicht mehr pathologisiert (wie es z.B. der Neurowissenschaftler und Psychiater Dr. Horst Haupt auch fordert).

Die ATME e.V. berichtete ausführlich über dieses Gesetz.

Die reine Liberalisierung unseres Rechts reicht nicht aus, um dem Leid der Betroffenen angemessen zu entsprechen. Ohne medizinische Unterstützung und z.B. Kostenübernahme einer GaOP (genitalangleichende Operation) sind höhere Suizidraten zu erwarten als jetzt! Deshalb bitte ich alle Politiker, sich das argentinische Gesetz durchzulesen (die Gleichstellungsstelle in Berlin hatte vor kurzem auch eine Übersetzung der argentinischen Botschaft im Netz – diese wird aber derzeit überarbeitet) und im Deutschen Bundestag bei einer Abstimmung baldmöglichst es einzuführen.

Warum brauchen transgeschlechtliche Menschen medizinische Hilfe?

Weil niemand ohne massiven inneren Leidensdruck sein Hormon- und Genitalgeschlecht an das Hirngeschlecht angleichen will, wenn es da keine Differenz gibt. Das machen nur Menschen, deren Hirngeschlecht vom Chromosomengeschlecht abweicht. Der Leidensdruck führt z.B. dazu, dass transgeschlechtliche Menschen eine Scheidung in Kauf nehmen, sich mit einer oft schmerzhaften Laserepilation die Bart-Haar-Folikel weglasern lassen, eine genitalangleichende Operation durchführen zu lassen usw…. – das macht man nicht eben aus einer Laune heraus.

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Lesenswert in “Das Parlament”

finde ich einen ausführlichen Artikel über die rechtliche Lage transsexueller und intersexueller Menschen hier. Darin wird unter anderem auf die Yogyakarta Prinzipien eingegangen und die Problematik der Diskriminierung ausführlich erklärt.

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Eine Entschuldigung

von Herrn Wittl, dem Journalisten und Verfasser des Artikels in der SZ vom 22.4. über die Verwendung des männlichen “er” im Artikel nehme ich an. Wir haben vereinbart, über Interna und Hintergründe zu schweigen. Ich bitte transgeschlechtliche Menschen darum, Herrn Wittl nicht weitere Briefe / Mails zu schicken und bitte um Verständnis, dass ich über die Hintergründe unseres Gesprächs und des Artikels schweigen möchte.

Ich habe Herrn Wittl als einen Menschen erlebt, der mit mir auf Augenhöhe sprach und möchte ausdrücklich betonen, dass im Artikel auch viel von dem korrekt berichtet wurde, was im Gemeindenachmittag gesagt wurde.

Update: Eben kam von Herrn Wittl dazu folgende Stellungnahme per Mail:

“Der Text sollte in keiner Weise dazu beitragen, Frau Pfarrerin Zwölfer (oder weitere Transsexuelle) zu diskriminieren oder durch die männliche Anrede in ihren Gefühlen zu verletzen. Vielmehr gab es für diese gewählte Anrede Gründe, auf die hier aus Rücksichtnahme auf Beteiligte allerdings leider nicht näher eingegangen werden kann. Der Autor und Frau Zwölfer haben sich in einem sehr offenen, angenehmen Gespräch ausgetauscht, das Missverständnis wurde ausgeräumt. Frau Zwölfer wird dies in Ihrem Internetblog (www.aufwind2012.wordpress.com ) bestätigen können. Eventuelle Irritationen waren nicht beabsichtigt – sollte es dennoch dazu gekommen sein, bedauern wir dies.”

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Leserbriefe an

die Süddeutsche Zeitung zum Artikel über mich bekomme ich auch manchmal direkt und darf sie dann veröffentlichen (nach Rücksprache). Hier habe ich einen Leserbrief von Jana veröffentlicht, der sehr gut ausdrückt, wie transgeschlechtliche Frauen oft über Jahre darunter leiden, dass Menschen sie falsch anreden – absichtlich oder unbewusst. Die amtliche Vornamensänderung hilft auch nur bedingt, wie man in entsprechenden Foren mitbekommt. Selbst nach Jahren ist es manchen nicht möglich, ein “normales Leben als Frau” zu führen, weil es immer wieder Menschen gibt, die einen falsch anreden und man kann (und will) nicht allen aus dem Weg gehen – und trotzdem: Zurück wollen transsexuelle Menschen nicht. Das Leid vor einer Angleichung ist viel schlimmer als ein offenes Bekenntnis und dessen Folgen.

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NDR Sendung

Heute, 22.4. um 22.45 im NDR: Das Kulturjournal – mit einem Beitrag über den Film “I Am a Woman Now” (dieser Film berichet über das Leben transsexueller Menschen einer früheren Generation). Hoffentlich läuft “I am a Woman Now” bald auch in den Kinos in der Region… – bitte einfach mal beim Kino vor Ort nachfragen und vielleicht die Süddeusche Zeitung vom heutigen Tag (22.4.) (Bayern-Teil) mitbringen.

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