Gutes für Geist und Seele

gibt es bei unserer Bibelfreizeit, die nächste Woche beginnt. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich, da Zimmer von einem anderen Veranstalter abgesagt wurden.
Mehr zur Bibelfreizeit findet man hier.
Für diejenigen, die sich mit dem Glauben schwer tun, weil sie von fundamentalistischen Menschen Ablehnung erfahren haben, habe ich inzwischen einiges Material usw…
Transsexuelle Menschen verstoßen nicht gegen eine “Schöpfungsordnung”, denn schon Jesus wusste davon, dass es neben “Frau” und “Mann” im Sinne der Genesis noch etwas anderes gibt (vgl. Mt 19,12 in der Neuen Genfer Übersetzung). Mehr dazu auf Anfrage.

Veröffentlicht unter Glauben und leben..., TS | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Das Netzwerk “TTTT” ist

mit einem eigenen Blog gestartet. Mehr dazu hier.

Veröffentlicht unter TS | Hinterlasse einen Kommentar

wenn Psychologen oder manche Psychiater von “Biologie” reden,

sollte man einmal genau darüber nachdenken, warum sie das tun.
Neulich las ich eine Aussage eines Psychologen im Blick auf die Frage nach dem, wie Menschen ihr Geschlecht erleben und er sagte, dass die überwältigende Mehrheit aller Menschen nicht die geringste Diskrepanz zwischen ihrem biologischen Geburtsgeschlecht und ihrer empfunden Geschlechtszugehörigkeit erlebt.
Der Psychologe konstruierte hier eine merkwürdige Aussage, die man in letzter Zeit in vielen Veröffentlichungen deutscher Sexualwissenschaftler in ähnlicher Weise lesen kann.
1. Ausgangspunkt ist das “biologische Geburtsgeschlecht”.
2. Es gibt Menschen, die eine “Diskrepanz” zwischen diesem “biologischen Geburtsgeschlecht” und der “empfundenen Geschlechtszugehörigkeit” erleben.
3. Logische Folge: die “empfundene Geschlechtszugehörigkeit” ist sekundär.
4. Logische Folge: das Geburtsgeschlecht ist (weil “biologisch”) objektivierbar – das “empfundene Geschlecht” dagegen subjektiv…(“subjektiven Geschlechtsdysphorie”).

Doch dazu habe ich ein paar Fragen:

  • Warum sollte das “biologische Geburtsgeschlecht” eigentlich immer an erster Stelle stehen? Könnte es nicht auch sein, dass immer wieder einmal eine Zuweisung, die von Außen erfolgt, dem Menschen, der geboren wurde,  in keinster Weise gerecht wird? Was aber dann? Ist dann es der Würde dieses einzelnen Menschen angemessen, darauf zu beharren, sein Geschlecht von Außen festzulegen, wenn derjenige selber – vielleicht schon vor der Pubertät – über einen längeren Zeitraum seine Umwelt damit verblüfft, dass er von sich weiss: Dieser zugedachte Geschlechtseintrag entspricht mir nicht…
  • Was genau ist denn am Geburtsgeschlecht “biologisch”? Und warum soll ausgerechnet bei der Geburt etwas “biologischer” sein, als zum Beispiel in der Embryonalphase? Dort – so haben Wissenschaftler festgestellt – entscheidet sich schon früh an Hand von Genen, Hormoneinflüssen, Rezeptoren ggf. auch Mutationen durch radioaktive Strahlung usw…, ob sich ein Mensch wie alle anderen biologisch entwickelt oder vielleicht eine Normvariante auftritt, die aber genauso “biologisch” und “natürlich” ist.
    Worauf bezieht sich das Geburtsgeschlecht? Auf das Genital eines Menschen? Doch was, wenn das Genitalgeschlecht nicht so eindeutig ist bzw. Varianten auftreten, von denen intersexuelle Menschen viel erzählen können? Sind diese Varianten dann nicht genauso zu gleichwertig, wie alle anderen Formen des Genitalgeschlechts?  Und was ist mit dem Gehirn eines Menschen, dass ihn erst zum Menschen im Unterschied zu einem Haustier macht?
    Warum ist das Genital anscheinend für ihre Definition so wichtig, dass es an erster Stelle kommt? Hat nicht das Leiden intersexueller und transsexueller Menschen genau damit zu tun, dass von Außen bestimmt wird, was für ein Geschlecht vorhanden ist und dass niemand auf die Idee kommt, diese Zuweisung könnte gravierend falsch sein? Und warum ist Leid eine Frage von Mehrheitsverhältnissen? Sagt ein Mehrheitsverhältnis etwas darüber aus, ob und wie intensiv eine Minderheit unter den Vorstellungen und dem Diktat dessen, was Sie als “normal” verkaufen wollen, extrem leidet? Der Suizid von Julia Werniecke – einer transsexuellen Frau – und ihre erschütternde Todesanzeige hat sich gejährt – ihr Leid und all das, was dazu beitrug, dass Menschen wie Julia leiden mussten – werden wir nicht vergessen. Leid transsexueller Menschen entsteht bereits in der Schule, weil Menschen wie Sie und andere gegen Bildung und Aufklärung Stimmung machen. Ein “Schulfach Liebe”, in dem bestimmte Menschen gar nicht vorkommen dürfen, weil sie nicht ihrem Ideal entsprechen, ändert am Leid transbewusster Menschen gar nichts, wenn sie und andere Psychologen mit aller Gewalt versuchen, pathologische Vorstellungen von “Normalität” auf Kosten von Minderheiten zu proklamieren.
  • Und was verstehen Sie unter “empfundenem Geschlecht”? Wo ist denn der Sitz der Empfindung? Etwa nicht im Gehirn? Wenn sie aber sagen: Doch sicherlich – dann wäre die Frage: Warum soll das Hirngeschlecht nicht wichtiger sein und an erster Stelle, wenn es darum geht, welches Geschlecht ein Mensch hat?
  • Ist das Gehirn ihrer Meinung nach nicht wesentlicher Bestandteil der menschlichen Biologie? Warum verweisen Sie dann nicht auf die Ergebnisse der Hirnforschung zum Thema Transsexualität? Vielleicht, weil diese Ergebnisse ihre Theorien ad absurdum führen und vielleicht deshalb, weil die Neuropsychologie viel kompetentere und humanere Antworten auf die Frage gibt, wie man mit der transsexuellen Minderheit in der Gesellschaft umgehen sollte?

Man gewinnt den Eindruck, Sie und andere Sexualwissenschaftler wollen unbedingt durch diese merkwürdige Argumentation den Label “Geschlechtsdysphorie” sichern – doch ihre Argumentation, die das Genitalgeschlecht bzw. Chromosomengeschlecht als objektivierbare biologische Tatsachen darstellt, das Gehirn eines Menschen aber völlig aus der biologischen, objektiven Sichtweise herausnimmt, ist mehr als paradox und unlogisch.
Und warum soll das, was ein Mensch im Gehirn wahrnimmt nicht genauso gleiche objektive Wertigkeit haben wie das, was andere von ihm wahrnehmen?
Wenn ich eine rote Tulpe sehe und jemand anderes die gleiche Tulpe ebenfalls als rot wahrnimmt, braucht es keine Messung der Spektralfarben des Lichts, das von dieser Tulpe reflektiert wird um dennoch objektiv nur auf Grund der Wahrnehmung objektiv zu wissen:
Das ist eine rote Tulpe.
Wenn zwei transsexuelle Menschen miteinander über ihre Phantomwahrnehmungen sprechen, wissen sie genau, was Ramachandran in seiner Studie theoretisch erforscht hat.

Warum solllte eine Geschlechtszuweisung von Außen objektiver sein als das, was ein Mensch von sich selber weiß und sagt? Warum glauben Sie das? Vielleicht, weil Sie die kritischen Anmerkungen des Neuropsychologen und Psychiaters Dr. Horst Haupt im Blick auf Menschenrechte transsexueller Menschen nicht wahrhaben wollen? Oder weil Sie  Juristen davon überzeugen wollen, dass Gutachten bei so “subjektiven Aussagen” transsexueller Menschen weiter nötig sind und Bildungspläne überflüssig?

Dass transsexuelle Menschen in der Minderheit sind stimmt – aber warum sagen Sie, dass transsexuelle Menschen nichts anderes wollen, “als unerkannt und unbemerkt im selbst empfundenen Geschlecht leben zu dürfen”?
Sicherlich haben viele transsexuelle Menschen auf Grund transphober Einstellungen von Psychiatern und Psychologen sowie etlicher Menschen in der Gesellschaft und auf Grund der Erfahrung von Diskriminierung kein Interesse daran, “sichtbar” zu werden.
Viele haben auch einen langen und mühevollen Kampf hinter sich, erleben Pfusch bei genitalangleichenden Operationen (z.B. Hannah Winkler) und geben viel Geld dafür aus, endlich die Frau oder der Mann zu sein, der sie schon immer waren und wer so einen Kampf durchgestanden hat, ist oft nicht mehr bereit, in die Öffentlichkeit zu gehen. Gott sei Dank gibt es Menschen wie Hannah Winkler und andere, die das inzwischen anders sehen und in Büchern und Internetblogs ihre Sicht der Dinge darstellen. Ich bin mir sicher: Es werden mehr transsexuelle Menschen künftig sichtbar werden und bleiben, denn wir wollen kein Reden über uns, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe.

Der Psychologe meinte:
“An dieser Stelle wird der Prozess paradox, weil eine gesellschaftliche Subkultur für sich in Anspruch nimmt, nicht krank zu sein, gleichzeitig aber medizinische Eingriffe und Dienstleistungen, finanziert über die Solidargemeinschaft, auf Zuruf in Anspruch nehmen zu wollen.”
Klar sind wir transsexuelle Menschen nicht in dem Sinn krank, dass wir einen Psychiater oder Psychologen brauchen – schon gar nicht qua medizinischer Leitlinie (an der bezeichnenderweise ihre Lobbygruppe arbeitet) oder Gesetz. Die Behauptung, wir seien eine “Subkultur” und der Versuch, uns zu ghettoisieren ist ein Zeichen für sprachliche Diskriminierung, wie sie in Diktaturen immer neu durchgeführt wird – ein Faktencheck würde ein ganz anderes Bild ergeben. Es scheint vielmehr Absicht von Psychologen wie Ihnen zu sein, Lobbyarbeit zu leisten, um sich selbst wirtschaftliche Pfründe zu sichern.

Dass transsexuelle Menschen auf Grund der Differenz von Hormongeschlecht und Hirngeschlecht medizinische Hilfe (vor allem von Endokrinologen und Chirurgen) brauchen, ist Fakt – aber dazu brauchen wir kein Label “Gender dysphoria”, keinen “Gender-Experten”, sondern ein neues Verständnis dessen, was Transsexualität ist und dazu braucht es keine Sexualwissenschaftler, sondern primär Neurowissenschaftler, Endokrinologen, Chirurgen, Dermatologen, Phoniater.’

Sein nächster Gedanke war:
“wenn ich darauf wert lege, nicht krank zu sein, dann brauche ich auch keinen Arzt.”
Ja, das sagen Sie bitte mal einer Frau, die eine Risikoschwangerschaft hat: Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit und trotzdem gibt es viele Beispiele dafür, warum Mediziner einer schwangeren Frau besonders Hilfestellung geben sollten. Man braucht keinen “objektivierbaren” Leidensdruck in unserer Medizin (Gott sei Dank nicht), um medizinische Hilfe zu bekommen – sonst würden alle mit Tinnitus wahrscheinlich über die Ideen mancher Psychiater und Psychologen und deren Anspruch auf Deutungshoheit genauso kritisch reden, wie ich es in meinem Blog mache.

 

Da kann man nur hoffen, dass viele Menschen nicht auf solche Argumentationsmuster hereinfallen, sondern sich lieber Gedanken über Forderungen machen, die transsexuelle Menschen selber erarbeitet haben und die hier im Blog ausführlicher beschrieben werden.

 

 

 

Veröffentlicht unter Gehirn, Medien, TS | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Kim Schicklangs Film “der Spalt”

und viele andere gute Informationen über Sie, die ATME und Transsexualität findet man in einem guten Interview des SWR von Bernd Lechler (18.6.2014), den man in der Mediathek nachhören kann. Dort wird auch auf einen Forderungskatalog der ATME verwiesen, den ich hier noch verlinken werde. Sie kritisiert ebenso wie ich die Gutachtenpraxis, den Therapiezwang usw…

Veröffentlicht unter Medien, TS | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Forderungen

und Forderungskataloge transsexueller Menschen gibt es einige. Auf Grund einer Anfrage einer Journalistin geriet ich vor einigen Wochen in die Situation, meine Forderungen zu formulieren. Ich habe nun zusammen mit anderen transsexuellen Menschen einen Forderungskatalog (“Landshuter Modell”) erarbeitet habe zum download als .pdf hier verlinke.
Wer sich dem Katalog bzw. einzelnen Forderungen anschließen will, kann das gerne per Kommentar zu diesem Artikel tun und dort seinen Namen und ggf. Adresse eintragen – egal, ob derjenige Cis- oder transsexuell ist. Im Netzwerk TTTT wollen wir gemeinsam an Details dieses Katalogs weiterarbeiten bzw. den Brief von Dr. Maria Kohl, den ich in diesem Blog vor zwei Tagen veröffentlicht habe, unterstützen.
Wer Interesse an einer Mitarbeit für eine weitere Fassung dieses Katalogs (Update) hat, möge mir eine Nachricht über mein Kontaktformular auf http://www.familie-zwoelfer.de zukommen lassen bzw. mir per Facebook eine PN schicken.
Dorothea Zwölfer

Veröffentlicht unter Bildung, Medien, Recht, Soziales, TS | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Ein Kommentar

Dr. med. Maria Kohl schrieb

einen Brief an die Bundesärztekammer, in dem Sie etliche Forderungen aufstellte, die wir für bemerkenswert halten (z.B. Einordnung von Transsexualität in ICD-Q statt ICD-F). Ihren Brief darf ich mit Ihrer freundlichen Genehmigung hier zum download veröffentlichen.

Veröffentlicht unter Bildung, Gesundheit, TS | Verschlagwortet mit , , , , , , | Ein Kommentar

LGBTTIQ-Blogs und Webadressen

Da mir die Zusammenarbeit und der Kontakt zu anderen Menschen aus dem LGBTTIQ Spektrum wichtig ist, habe ich mich entschieden, eine Linkliste zu Blogs / Foren … anderer Menschen aus diesem Spektrum zu erstellen.
Ich selber verstehe mich als transsexuell bzw. transgeschlechtlich (nicht transgender) und möchte deshalb auch keine Urteile über Blogs, Foren von Menschen aus dem LGBTTIQ Spektrum machen, deren Erlebnishorizont/Selbstdefinition nicht mein eigener ist. Wenn hier ein Blog/Webadresse fehlt, sagt das deshalb nichts. Ich freue mich aber über Anregungen, diese Liste zu ergänzen und werde jede Anregung prüfen.

Homosexualität

  • Life Gone Crazy – Blog eines homosexuellen Studenten
  • Pinkfaithblog – Blog eines homosexuellen Christen, der 5 Jahre erfolglos versuchte, seine Homosexualität “wegzutherapieren”…

Transgender

 

Intersexualität

Queer

 

 

Veröffentlicht unter Bildung, Internet/soziale Medien, Medien | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Ein Kommentar

Konversions-Therapien bei LGBT

werden von Fachleuten wie der Psychiaterin Dr. Lieselotte Mahler abgelehnt. In einem NDR Beitrag der Sendung Panorama zum Thema wird gezeigt, wie im Alltag trotzdem Mediziner solche Therapien anbieten und mit Abrechnungstricks auch Krankenkassen solche fragwürdigen Therapien mitfinanzieren.

Veröffentlicht unter Gesundheit, Recht | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

wenn “Bio-Frauen”

sprachlich von “Trans-Frauen” abgegrenzt werden, dann gibt es in manchen facebook-Gruppen erbitterte Diskussionen. Leonora E. Löwenstein bemerkte dazu in einem Beitrag, der eine Begriffskritik auf den Punkt brachte, folgendes:

———————————————————————-

Als studierte Diplom-Biologin kann ich über solche Begriffe und Definitionen eigentlich nur lachen. Denn, in der Tat gibt es nur eine einzige Biologie!
Biologie als Lehre, als Wissenschaft des Lebens (und der Natur) … in allen ihren Facetten und in all ihrer Vielfalt.
Und, wer sich diese Vielfalt des Lebens genauer betrachtet, wird wissen, daß in der Vielfalt des Lebens Sexualität, Geschlecht, Geschlechtsidentität usw. eben nicht so starr aufgeteilt vorkommt, wie es so manche dogmatisch verblendeten Menschen immer wieder versuchen, einzureden. So gibt es Tierarten, die bei Bedarf das körperliche Geschlecht (ohne GaOP) wechseln können. Oder es gibt voll funktionsfähige Zwitter.
Der Mensch scheint bisher die einzige Spezies zu sein, wo es bedauerlicherweise immer wieder jene gibt, die mental nicht den Horizont haben, um diese natürliche, biologische Lebensvielfalt erkennen, verstehen und (auch als Gott gegeben) akzeptieren können. Werder für sich, noch für andere. Und, die dann auch noch in ihrer wahnhaften, dogmatischen Verblendung sich einbilden, das Recht zu haben, diese naturgegebene, biologische Lebensvielfalt innerhalb der eigenen Spezies “Mensch” bekämpfen zu müssen.

Ich erkläre das immer etwas anders: es gibt ja Menschen, die als Kind mit einer sog. Hasenscharte geboren werden. Sind diese deswegen “weniger” Mensch oder “weniger” biologisch? Nein! Und, heutzutage, dank moderner OP-Technik, kann man diese Hasenscharte operativ “korrigieren”; nicht mehr und nicht weniger. Sind diese Kinder deswegen keine “Bio” mehr?
Tja, und so ähnlich oder zumindest vergleichbar verhält es sich mit jenen Menschen, die mit etwas geboren werden, was bei ihnen aber nicht wirklich dahin gehört. Menschen also, die mit etwas zwischen den Beinen geboren werden, was aber bei ihnen dort nicht hingehört … (oder umgekehrt, je nachdem ob man MzF oder FzM trans ist).

Es mag sicherlich Aspekte geben, wo es sinnvoll oder nützlich sein kann, zwischen jenen zu unterscheiden, die eine OP gemacht und jenen, die keine OP gemacht haben.
Doch eine derartige Unterscheidung zwischen OP ja und nein ist bei fast allen OP’s mehr oder weniger sinnvoll.
So macht es ja auch Sinn, Menschen, die am Herzen operiert worden sind, von jenen zu unterscheiden, die es nicht sind. Weil es eine medizinisch sinnvolle und notwendige Unterscheidung ist.

Bei jenen, die im Rahmen ihrer Transition die GaOP machen oder eben nicht machen sowie bei jenen, die erst keine Transition leben, genügen Begriffe wie “trans” und “cis” alle mal mehr als genug.
Denn, ein Begriff wie “Bio” (also “Bio-Frau” oder “Bio-Mann”) suggeriert, ja impliziert quasi, diejenigen, die “trans” sind, wären eben doch nicht so ganz natürlich und normal.
In der heutigen Zeit ist der Begriff “Bio” dermaßen mit “natürlich sein” mit “gesund sein” verknüpft, daß ein Begriff wie “Bio-Frau” / “Bio-Mann” in den Köpfen der Menschen nur eines zur Folge hat: die “trans-Menschen” können keine natürliche Lebensform sein … Eine ganz, ganz gefährliche Begriffsverknüpfung also.

Und, wer von “Bio-Menschen” redet, ist nicht weit entfernt von einer dogmatischen Aussage eines Josef Ratzinger’s, der einmal erklärte, “homosexuelle und transsexuelle Menschen seien widernatürliche Lebensformen” …
Menschen, die einfach unfähig sind, die naturgegebene Vielfalt des Lebens zu kapieren …

L.E.Löwenstein

 

———————–
Danke, dass ich diesen Beitrag hier veröffentlichen darf, Leonora!

Veröffentlicht unter Gehirn, TS | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , | Ein Kommentar

die Sendung Quarks und Co., die

2013 zum Thema Transsexualität ausgestrahlt wurde, habe ich leider verpasst. Aber bei youtube findet man den Beitrag und kann ihn sich nachträglich ansehen. Unter anderem wird über Balian Buschbaum berichtet. Neben persönlich/biografischen Aspekten kommt aber auch eine Genetikerin zu Wort, die darauf hinweist, wie wenig letztlich das Vorhandensein eines Y-Chromosoms aussagt (da immer wieder natürlicherweise auch Teile dieses Chromosoms fehlen können).

Prädikat: Fundierte Berichterstattung, sehr sehenswert!

Danke, Ranga Yogeshwar!

Veröffentlicht unter Gehirn, Medien, TS | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar